Kleines Wohnzimmer weihnachtlich dekorieren ohne Platz zu verlieren
Der Weg vom Sofa zur Tür ist kurz und wird jeden Tag viele Male gegangen. Im Dezember stehen auf dieser Strecke plötzlich ein Baum und daneben ein Korb mit Zweigen. Wer ein kleines Wohnzimmer weihnachtlich dekorieren möchte, merkt schnell, dass Baum, Dekoration und Alltag um dieselbe Fläche konkurrieren. Die Weihnachtsdeko für ein kleines Wohnzimmer beginnt deshalb mit der Frage, wo nichts stehen darf.
Erst die Wege im Zimmer freihalten
Gehen Sie einmal bewusst durch den Raum, bevor die erste Kiste geöffnet wird. Achten Sie darauf, wo Türen aufschwingen, wie weit die Stühle am Esstisch zurückgeschoben werden und an welchen Stellen zwei Personen aneinander vorbeimüssen. Eine schnelle Skizze auf Papier hilft, diese Zonen festzuhalten.
Was übrig bleibt, sind die Stellen, die sich für Dekoration eignen. Sichten Sie danach, was vorhanden ist, und wählen Sie aus. In einem kleinen Raum reichen wenige Stücke an den richtigen Stellen.
Einen klaren Blickfang statt vieler kleiner Inseln setzen
Legen Sie einen Schwerpunkt fest: den Baum, das Fenster oder ein Sideboard. Die übrige Dekoration nimmt sich zurück. Es genügt, eine Farbe oder ein Material des Blickfangs an ein oder zwei weiteren Stellen zu wiederholen.
Ein Beispiel: Der Baum ist der Mittelpunkt. Dann reicht am Fenster eine zurückhaltende Dekoration, etwa ein Lichterbogen oder ein paar Zweige in einer Vase. Auf zusätzliche Körbe und Laternen am Boden verzichten Sie, vor allem in den Durchgängen.
Auch eine klare Stilrichtung hilft bei der Auswahl, weil sie vorgibt, was nicht dazugehört. Anregungen für natürliche Materialien und ruhige Farben liefern zum Beispiel diese Ideen für eine weihnachtliche Bohème-Dekoration.
Den Baum nach dem verfügbaren Platz wählen
Ist bereits ein Baum vorhanden, planen Sie mit ihm. Prüfen Sie nur, ob sein Platz vom Vorjahr noch passt oder ob inzwischen ein Möbelstück dazugekommen ist.
Steht ohnehin ein neuer Baum an, zählt die Breite ebenso wie die Höhe. Ein niedriger Baum ist nicht automatisch schmal: Auch ein kleineres Modell kann eine breite Standfläche beanspruchen. Messen Sie deshalb die freie Fläche am Boden aus und vergleichen Sie sie mit dem angegebenen Durchmesser. Für einen Weihnachtsbaum im kleinen Wohnzimmer gibt es drei Wege:
| Lösung | Passt, wenn | Zu bedenken |
| Schmalerer Baum | die Raumhöhe da ist, die Fläche am Boden aber knapp | Durchmesser vorab am Boden abstecken |
| Kleinerer Baum | der Raum insgesamt niedrig oder dicht möbliert ist | Breite trotzdem prüfen, sie sinkt nicht automatisch mit der Höhe |
| Baum als einziger Blickfang am Boden | der Baum bleiben soll, daneben aber kein Platz ist | Körbe, Laternen und Figuren wandern auf Fenster und Möbel oder bleiben in der Kiste |
Wenn ein künstlicher Baum neu angeschafft werden soll, bietet die Auswahl bei Premium-Weihnachtsbaum einen Ausgangspunkt, um unterschiedliche Formen mit dem verfügbaren Stellplatz abzugleichen. Nehmen Sie dafür Ihre Maße aus dem Wohnzimmer mit.
Fenster und Möbeloberflächen gezielt nutzen
Fensterbank, Sideboard und Regal kosten keinen Platz am Boden und eignen sich deshalb gut für Dekoration. Sie haben allerdings auch eine Aufgabe im Alltag. Fenster und Balkontür sollen sich weiter öffnen lassen, der Heizkörper bleibt frei und bedienbar, das Sideboard behält seine Ablage.
Praktisch sind Arrangements, die sich mit einem Griff wegnehmen lassen. Ein Tablett mit einer LED-Kerze, Zweigen und zwei Kugeln auf dem Esstisch lässt sich schnell beiseitestellen, wenn der Tisch gebraucht wird. Für die Beleuchtung gilt: Wählen Sie ein Modell, das für den vorgesehenen Ort gedacht ist, und halten Sie sich an die Angaben des Herstellers. Das betrifft auch den Abstand zu Vorhängen und Heizkörpern.
Drei Raumsituationen durchspielen
Die drei Beispiele übertragen die Überlegungen auf Räume, wie sie häufig vorkommen. Es sind Vorschläge zur Gestaltung.
Wohn- und Esszimmer in einem
Sofa und Esstisch teilen sich den Raum, der freie Platz liegt zwischen beiden. Hier kommt der Baum in die Ecke neben dem Sofa, damit sich alle Stühle am Tisch weiter zurückschieben lassen. Der Tisch bekommt ein Tablett, das schnell abgeräumt ist. Dekoration an den Stühlen und unter dem Tisch entfällt.
Wenig freie Bodenfläche
Zwischen Möbeln und Tür bleibt kaum freie Fläche. In diesem Fall wird das Sideboard zum Schwerpunkt, mit Zweigen und Licht. Ein Baum ist hier möglich, aber keine Voraussetzung für Weihnachtsstimmung. Wer darauf verzichtet, kann große Tannenzweige in eine standfeste Vase stellen oder einen Kranz an die Wand hängen. Beides lässt sich mit einer Lichterkette und wenigen Anhängern schmücken und braucht keine Stellfläche. Alles, was sonst auf dem Boden stünde, bleibt weg.
Ein freier Platz am Fenster
Vor dem Fenster ist eine Stelle frei, die sich für den Baum anbietet. Messen Sie zuerst die tatsächliche Breite und prüfen Sie, ob Fenstergriff und Heizkörper erreichbar bleiben. Beachten Sie auch, was der Hersteller zum Standort des Baums angibt. Erst danach wird der Baum ausgesucht. Die Fensterbank dahinter bleibt leer, und auch das Sideboard bekommt in diesem Raum keine eigene Dekoration.
Zum Schluss den Alltag ausprobieren
Wenn alles steht, gehen Sie den Raum noch einmal ab. Setzen Sie sich aufs Sofa, rücken Sie die Stühle vom Tisch, öffnen Sie Türen und Fenster. Tragen Sie ein volles Tablett von der Küche zum Tisch.
Was dabei im Weg ist, wird umgestellt oder kommt zurück in die Kiste. Erst wenn dieser Rundgang ohne Ausweichen gelingt, ist das Zimmer fertig dekoriert.
